rezensionen

11.08. Special Force Hong Kong
09.08. Dark Planet – Die Rache der Rebellen
07.08. Carmens reine Liebe
04.08. Carmen kehrt heim
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26.07. American Amok
21.07. In the Electric Mist – Mord in Louisiana (blu-ray)
19.07. Tote brauchen keine Dollars
17.07. Prinz Eisenherz (blu-ray)
11.07. Mister Billion
08.07. The Apocalypse – Das Ende der Welt
05.07. Die Wildgänse kommen (blu-ray)
30.06. Yukon
24.06. Go Fast (blu-ray)
21.06. Dämon
16.06. Antichrist (blu-ray)

kurzrezension

07.08. Polen für Anfänger
25.07. Waffenschwestern
17.07. Backfire – Die letzte Nacht
03.07. Das Dorf der acht Grabsteine

Blaxploitation - das Genre

Weitere bekannte Stars waren Fred Williamson, der in »Black Caesar« das eindrucksvolle Portrait vom Scheitern einer persönlichen Gangster-Existenz auf die Leinwand brachte und der ehemalige Football-Profi Jim Brown, welcher in »Slaughter« (1972) nach Mexiko fährt, um mit einem weißen Gehilfen ein Syndikat zu sprengen, das für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist. Es folgte ein Sequal mit dem Titel »Slaughters big Rip-Off« (1973). Brown war bereits vor dem Blaxploitationboom als Schauspieler im Geschäft, unter anderem in »The dirty Dozen« (1967), »Ice Station Zebra« (1964) oder »..Tick..Ticck..Tick« (1970). Auch Jim Brown war in seinen Blaxploitation-Auftritten das durchschlagskräftige Ein-Mann-Unternehmen, dem man besser nicht in die Quere kam.

Mit Jim Kelly kam eine neue Form in das Genre, der schwarze Kung Fu-Film. Bereits in dem Bruce Lee-Streifen »Enter the Dragon« (1973) konnte Kelly zeigen, was er kampftechnisch drauf hatte. Das Prinzip seiner Filme bestand darin, die bewährten Zutaten wie Coolness, starke One-liner, etc. mit furiosen Martial Arts-Sequenzen zu verbinden. Damit bekam das Genre eine Frischzellenkur verabreicht, die erfolgreich war. Leider handelt es sich bei seinen Filmen meist um billig heruntergekurbelte, verworrene Werke, wie zum Beispiel »Black Belt Jones« (1974) oder »Black Eliminator«. Gegen Ende der 70er Jahre war seine kurze Karriere auch schon beendet.

Tamara Dobson, die als Cleopatra Jones Bekanntheit erlangte, wurde vom Blaxploitation-Chronisten Darius James als »Patron Saint of Harlem Drag Queens« bezeichnet. Ihr häufiger Kleiderwechsel in den Filmen war der Grund für dieses Statement. Als Agentin steht Jones in der Tradition von James Bond. Wie Bond verheimlicht auch sie niemals ihre Identität, fährt ein schnelles Auto mit geheimen Waffen und ihre schrille Kleidung ist analog zu Bond’s Dinner Jackets. Sie ist aber nicht einfach eine schwarze Variante von James Bond, sondern ihre Charakterisierung ist ganz dem Blaxploitation-Ton verhaftet. Das reicht vom Glücksspiel über das Klischee der animalischen Schwarzen bis zur selbstbewussten Power.

Neben allem hier genannten ist das Blaxploitation-Genre eine Fundgrube für viele weitere rasante Filme und Darsteller, von denen einige qualitätvoll und andere billige Ausschussware sind. Nur die eigene Entdeckungsreise kann darüber Gewissheit verschaffen.

Stefan Dabrock

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