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dvd

In Control – The Maker

Twilight-Classics Nr. 11: alle Filme

In Control – The Maker

„Josh wird 18! Die größte Geburtstagsüberraschung bereitet ihm sein älterer Bruder Walter: Nach zehn Jahren des Verschwundenseins taucht er wieder auf und gratuliert. Walter zeigt ihm eine Welt abseits der spießigen Bürgerlichkeit ihrer Adoptiveltern, außerdem lüftet er das Geheimnis um Joshs wiederkehrende Alpträume“ (epiX).

Mit seiner Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Thriller setzt sich Tim Hunters Film von den 10 bisherigen Veröffentlichungen in der Twilight-Classics-Serie inhaltlich ab. Denn die bestehen hauptsächlich aus Horror, kruden Komödien mit Splattereinlagen und Science-Fiction-Action der günstigen Sorte. Unglücklicherweise setzt sich Hunter mit seinem Versuch der Thriller-Drama-Liaison zwischen alle Stühle, weil die Handlung viel zu ungeschickt aufbereitet ist. Für einen Thriller hält sich das Werk zu lange mit Szenen auf, die das letztlich ruppige Finale kaum vorbereiten. Hunter verzichtet darauf, den Dramaentwurf der ersten Stunde durch gezielte Spannungsmomente zu durchbrechen, um beide Ebenen wirklich miteinander zu verschmelzen. Für ein gut funktionierendes Coming-of-Age-Drama gerät die Geschichte um den erwachsen werdenden Josh aber auch wiederum zu oberflächlich. Die Identitätszweifel, mit denen sich Josh herumschlägt, spiegeln sich nicht in der Bildsprache wieder. Hunter versteht es nicht, die Gefühle des jungen Mannes in irgendeiner Form zu vertiefen, um ihnen ein größeres emotionales Gewicht zu verleihen. Das Geschehen plätschert ohne echte Höhepunkte vor sich hin, weil Hunter kein Gespür für die Erzählung hat. Ihm scheint es im wesentlichen darauf anzukommen, alles in ein Thriller-Action-Finale zu überführen. Darüber geht ihm eine Inszenierung der inneren Befindlichkeiten seiner Figuren verloren. So ist das Werk ein nett gemeinter Versuch, aber wenig gelungen.

Bildqualität

Das Bild der DVD weist einen leichten Grad an Verschmutzungen und Defekten auf, die aber in Ordnung gehen. Die Schärfe siedelt sich auf durchschnittlichem Niveau an, da sowohl die Konturen etwas weich wirken als auch der Detailgrad nicht besonders hoch ist. Dir Farben wirken etwas blass.

Richtig merkwürdig ist aber die Veröffentlichung im Vollbildformat 1:1,33, da es höchst zweifelhaft ist, ob das korrekt ist. Natürlich können im oberen Bildbereich befindliche Mikros Ausdruck schludriger Arbeit des Filmteams sein, müssen sie aber nicht. Oftmals wird der Einfachheit halber das gesamte Negativ im Format 1:1,33 belichtet, bei der Einrichtung des Bildes aber mitgedacht, dass es bei einer Widescreenvorführung im Kino oben und unten beschnitten wird. Deswegen macht es dann auch nichts, wenn das Mikrophon im Bild zu sehen ist. Das scheint auch hier der Fall gewesen zu sein, da bei einer gezoomten Wiedergabe auf einem Breitbildfernseher oben und unten keine relevanten Details verloren gehen. In diesen Bildbereichen befindet sich nichts, was für die Erzählung zentral ist. Insofern ist das Format sogar sehr ärgerlich, weil erst dadurch die Mikrophone ins Bild rücken und eine schlampige Arbeit des Filmteams suggerieren, die mit größter Wahrscheinlichkeit gar nicht gegeben ist. Stattdessen zeugt die Veröffentlichung von wenig Kenntnis über die Filmproduktion.

Tonqualität

Die 2.0-Tonspuren besitzen gut verständliche Dialoge ohne nennenswerte Verzerrungen. Die Abmischung wirkt wenig voluminös, die Möglichkeiten der vorderen Lautsprecher werden nur ansatzweise genutzt. Insgesamt ein eher flacher Ton, der die Atmosphäre des Films nicht sonderlich unterstützt.

Stefan Dabrock

18.06.2010

   
Originaltitel The Maker (USA 1997)
Länge 93 Minuten (Pal)
Studio epiX
Regie Tim Hunter
Darsteller Matthew Modine, Mary-Louise Parker, Jonathan Rhys Meyers, Fairuza Balk, Michael Madsen, u.a.
Format 1:1,33 (4:3)
Ton DD 2.0 Deutsch, Englisch
Untertitel -
Extras Trailer
Preis ca. 11 EUR
Bewertung durchwachsen, technisch schwach